Geschichte der Kreditkarte
Die Geburtsstunde der Kreditkarte wird in einigen Quellen unterschiedlich beziffert, denn man ist sich allgemein nicht ganz einig, was als Beginn der Kreditkarten-Ära gesehen werden kann. In der Branche wird dabei oftmals das Jahr 1949 genannt, als der New Yorker Geschäftsmann Frank McNamara seine Geschäftspartner in ein Steakhouse einlud, jedoch sein Portemonnaie vergaß und daraufhin den DinersClub gründete, den es bis heute gibt. Davor wurde die Kreditkarte jedoch schon 1887 als Idee in einem Science-Fiction Roman von Frank Bellamy erwähnt, aber natürlich noch nicht umgesetzt. Nachfolgend wird die Geschichte der Kreditkarte seit 1949 in einer kleinen Chronologie aufgezeigt:
1951: Die Franklin Bank in New York gab mit der MasterCard eine Kreditkarte heraus, die heute zu den weitest verbreiteten Karten überhaupt gehört. Ziemlich früh wurde dabei auf eine Art Franchising gesetzt, da jede größere Bank die Mastercard anbieten durfte.
1958: Die beiden anderen heutigen Big Player auf dem Kreditkarten Markt, Visa und American Express, gaben erstmals eigenen Karten aus. American Express ist ebenfalls ein Unternehmen mit New Yorker Wurzeln, wohingegen die Visa Card von der Bank of America aus Kalifornien ins Leben gerufen wurde.
1964: In diesem Jahr erblickte erstmals mit der EUROCARD auch eine rein europäische Kreditkarte in Schweden das Licht der Welt. Schnell entwickelte sich diese Idee zu einem Erfolg und die Verbreitung in Europa nahm stark zu.
1966-1977: Die Kreditkarten Anbieter formten sich zu großen Gesellschaften, von denen die damalige Interbank Card Association (ICA) später in MasterCard International und die Nabanco (National Bank Americard Corporation) und Ibanco 1977 in Visa USA und Visa International umgewandelt wurden. Darüber hinaus gründeten im Jahr 1968 Mastercard und EUROCARD eine strategische Allianz, die vor allem die Akzeptanz der Karten im jeweils anderen Erdteil verbessern sollte.
1980-1983: Die eurocheque International S.C. führte den Magnetstreifen und einen Geldautomaten-Standard ein und sorgte somit für eine erhöhte Akzeptanz und Kompatibilität aller Kreditkarten in der ganzen Welt.
1993: Visa betritt offiziell den deutschen Markt, denn bereits seit Anfang der achtziger Jahre konnten auch in Deutschland Visa Karten über die Bank of America und ab 1987 über die Santander Bank genutzt werden.
2003: EUROCARD und Mastercard verschmelzen sich zu MasterCard, was jedoch für die Kunden zu keinerlei Einschränkungen geführt hat. Mittlerweile kann Mastercard bis zu 30 Millionen Akzeptanzstellen bieten und damit eine sehr große Verbreitung aufweisen.
2008-2009: American Express wandelt sich im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise von einem reinen Kreditkarten-Anbieter zu einem Finanzinstitut, welches auch andere Bankdienstleistungen zur Verfügung stellt.
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